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Bambusarten in Deutschland

Es gibt weltweit nach derzeitigem Kenntnisstand etwa 115 Bambus-Gattungen und ca. 1300 Bambus-Arten, wobei sich die Bambusforscher bis heute uneinig über die Zuordnung bestimmter Arten zu bestimmten Gattungen sind. Die exakte botanische Zuordnung ist ohnehin sehr schwierig, weil die botanische Systematik sich auch nach dem Bau der Blüte richtet und Bambus sehr selten, manchmal nur in Abständen von 120 Jahren, blüht.

Für Deutschland sind u.a. folgende Arten aufgrund ihrer Robustheit und Winterhärte geeignet:

Sasa tsuboiana

Max. Wuchshöhe 2m, Blattlänge 28cm, Blattbreite 6cm, frosthart bis 28°C.

Die Pflanze gehört zu den großblättrigen Bambusarten, bildet Ausläufer, hat grüne Blätter und grüne Halme, die purpurn glänzen. Die Gesamtform ist eher kugelig. Dieser Bambus kann fast überall als Unterpflanzung, Fläche, Hecke oder auch als Solitär verwendet werden.

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Fargesia nitida

Max. Wuchshöhe 3m, Blattlänge 6cm, Blattbreite 0,8cm, frosthart bis -28°C.

Die Gattung Fargesia oder Sinarundinaria gehört zu den horstigen Bambussen. Sie treibt keine Ausläufer, und nimmt nur an ihrem Standort an Gesamtumfang zu. Die Pflanze hat sehr geschmeidige, dünne, braungefärbte Halme. Merkmal der Nitida-Familie ist, daß die jungen Halme erst im Laufe des darauffolgenden Jahres Blätter bilden. Die Zweige beginnen etwa auf halber Höhe des Halms, wobei ihre Anzahl nach oben hin zunimmt. An der Spitze wird das Blattwerk dann wieder geringer. Nitidas brauchen eine gewisse Zeit um einen soliden Strauch auszubilden. Für Fargesias ist meistens ein schattiger bis halbschattiger Standort ideal.

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Fargesia nitida "Nymphenburg"

Max. Wuchshöhe 3m, Blattlänge 6cm, Blattbreite 1cm, frosthart bis -28°C

Diese Sorte hat von den hochstämmigen Bambuspflanzen die feinsten Blätter. Bei Temperaturschwankungen rollt sich das Blatt zusammen, um sich nach Gewöhnung an die neuen Verhältnisse wieder zu entfalten. Die Nymphenburg stammt aus dem Himalaya-Gebiet, wo sie in 1500m Höhe zuhause ist.

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Fargesia nitida "Eisenach"

Max. Wuchshöhe 3m, Blattlänge 6cm, Blattbreite 1cm, frosthart bis -28°C.

Die Pflanze hat im Vergleich zu anderen Nitidas ein etwas breiteres Blatt. Die Halme stehen ein wenig weiter auseinander und hängen tiefer herunter.

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Fargesia "New Generation"

Max.Wuchshöhe ca. 3m, Blattlänge 6cm, Blattbreite 1cm, frosthart bis -28°C

Nachzüchtungen der legendären Fargesia murielae (Gartenbambus), die in den letzen Jahren geblüht hat. Diese leicht unterschiedlichen Sorten werden erst in etwa 80 Jahren wieder blühen.

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Fargesia "Mae"

Max. Wuchshöhe 3m, Blattlänge 6cm, Blattbreite 1cm, frosthart bis -28°C

Ebenfalls eine Nachzucht aus Samen der Fargesia murielae. Diese Pflanze ist eine der schönsten Fargesias. Auch hier ist die nächste Blüte erst in 80 Jahren zu erwarten

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Phyllostachys humilis

Max. Wuchshöhe 4m, Blattlänge 12cm, Blattbreite 1,4cm, frosthart bis -28°C

Die Humilis ist eine der kleinsten und schönsten Phyllostachys-Sorten, die in unseren Breiten wachsen. Die Triebe, die sich als Ausläufer fast schwarz färben, werden auf Dauer grün. Die Humilis eignet sich ausgezeichnet für das Anlegen von Heckenzäunen, weil sie sehr viele Ausläufer bildet. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig gewählt werden. Dieser Bambus wird in Japan auch häufig zur Herstellung von Bonsais verwendet.

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Phyllostachys nigra f. punctata

Max.Wuchshöhe 5m, Blattlänge 10cm, Blattbreite 1,5cm, frosthart bis -25°C.

Dieser hochstämmige Bambus stammt aus China, Japan und Indien und gilt als eine der dekorativsten Bambuspflanzen. Die Halme sind im ersten Jahr grün und werden im Alter schwarz. Diese Pflanze kann an sonnigen bis halbschattigen Standorten als Solitär verwendet werden. In Japan gilt die Nigra übrigens als die Edelste aller Bambusarten.

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Phyllostachys nigra f. boryana

Max. Wuchshöhe 6m, Blattlänge 12cm, Blattbreite 1,5cm, frosthart bis -25°C.

Die Halme wachsen kerzengerade und sind im ersten Jahr hellgrün. Gegen Ende des Jahres entstehen vor allem auf der Sonnenseite braune Flecken, die an ein Pantherfell erinnern. Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen, windgeschützten Standort und kann dort als dekorativer Solitär oder als Hain verwendet werden.

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Phyllostachys nigra f. henonis.

Max. Wuchshöhe 6m, Blattlänge 15cm, Blattbreite 1,8cm, frosthart bis -25°.

Die Besonderheit der Henonis, die zur Nigra-Familie gehört, ist ihr vollkommen grüner Stamm. Die Henonis wächst ebenfalls kerzengerade und bildet ein dichtes Blätterdach. Die Henonis hat von allen Nigra-Sorten nach dem Winter den geringsten Blattschaden. Die einjährigen Halme sind an einem fast weiss-gezeichneten Ring an den Zwischenwänden zu erkennen, der durch Puder auf dem Stamm verursacht wird. Die Triebe (Bambussprossen) sind eßbar. Ein sonniger Standort ist empfehlenswert. Dieser Bambus eignet sich als Solitär, Sichtschutz oder auch als Hain.

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Phyllostachys aureosulcata f. aureocaulis

Max. Wuchshöhe 7m, Blattlänge 10cm, Blattbreite 1,2cm, frosthart bis -28°C

Der Wuchs ist aufrecht, der Halm dieser Form ist von Anfang an leuchtend gelb und färbt sich in der Sonne orange bis leuchtend rot. Die kleinen hellgrünen Blätter in den lockeren Kronen legen einen schönen Bambusschleier über den Garten. Sehr schöne Zierpflanze mit gut sichtbaren Halmen. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Verwendung als Sichtschutz oder Hain ist empfehlen.

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Phyllostachys aureosulcata f. spectabilis

Max. Wuchshöhe 8m, Blattlänge 10cm, Blattbreite 1,2cm, frosthart bis -28°C.

Die Bambusart, die nach Meinung der Kenner künftig noch sehr an Popularität gewinnen wird. Sie verbindet außerordentliche Winterhärte mit betörender Schönheit. Der Halm ist ockergelb mit wechselweise dunkelgrünen Rillen und dem überraschenden Zickzack-Wuchs, der die Aureosulcata-Familie auszeichnet. Die Blätter sind glänzend grün mit vereinzelten Streifen. Der Wuchs ist aufrecht, wobei die Spitze leicht überhängt. Dieser Bambus bevorzugt einen sonnigen, geschützten Standort und ist als Solitär oder zur Anlage eines Sichtschutzes oder eines Hains gut geeignet.

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Phyllostachys bissetii 

Max. Wuchshöhe 7m, Blattlänge 12cm, Blattbreite 1,2cm, frosthart bis -28°C

Der Wuchs ist aufrecht, manchmal leicht schräg, mit überhängender Spitze. Für das Aussehen wesentlich sind die anfangs dunkelgrünen und später mattoliven Halme und das füllige dunkelgrüne Laub. Es ist der erste Bambus, dessen erste Wachstumsperiode im Frühjahr liegt und die zweite bis in den November anhalten kann. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein; er ist gut windverträglich und kann daher gut als Windschutzhecke oder Hain verwendet werden. Er macht aber auch als Solitär einen guten Eindruck.

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Phyllostachys vivax f. aureocaulis

Max. Wuchshöhe 8m, Blattlänge 16cm, Blattbreite 1,5cm, frosthart bis -23°C.

Der Halm ist anfangs lichtgelb, später leuchtend hellgelb. Im unteren Bereich ist er vereinzelt mit einem oder mehreren grünen Streifen geschmückt. Der Vivax ist eine der schönsten Sorten und liebt den vollsonnigen Standort. Dieser Bambus eignet sich als äußerst dekorativer Solitär und kommt besonders gut an weißen Hauswänden zur Geltung.

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Anmerkung:

Wir haben uns beim Wetteramt Essen über die langjährigen Tiefsttemperaturen im Bergischen Land (NRW) erkundigt.

Die tiefste Temperatur innerhalb der letzten 30 Jahre wurde in Solingen mit -17,5°C gemessen.

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